Dienstag, 29. Dezember 2015

Biblisches Jahresmotto 2016

Das neue Jahr 2016 und sein Bibel-Motto

Ein JAHR im Licht der Wahrheit.  


Ab dem Jahr 2000 kann man durch die Heilige Schrift eine interessante Mottowahl für die jeweiligen Jahre gestalten.

Diese Methode ist eine frei gewählte Aufteilung und hat rein gar nichts Pseudomystisches oder Geheimnisvolles an sich!
Sie bietet einfach einen kreativen Zugang zu kostbaren Bibelstellen, die man sonst vielleicht eher weniger suchen oder finden würde. 

Mit dieser freien "Zahlenspielerei" öffnet sich einfach Eine von vielen wertvollen Chancen. Es lässt beispielsweise für das Jahr 2016 einen Leitsatz finden. Damit kann man 365 Tage immer neu und unter verschiedensten Gesichtspunkten alle Ereignisse an Gottes Wort ausrichten, es in seinem Licht betrachten. 

Wir schlagen vor, ein persönliches Notizbuch anzulegen.
Darin kann man die Gedanken und Betrachtungen zum Jahresmotto festhalten. Es hilft, z.B. in den kommenden 365 Tagen die persönlichen Bibellesungen auch im Kontext zum Jahresmotto anschauen. Man kann für sich selbst Aufgaben finden und vergisst sie dann auch nicht so schnell. Man kann ganz bewusst an einer persönlichen Umkehr arbeiten und konkret das Jahresmotto in den Alltag umsetzen. 
Es ist einfacher, auf diese Weise ganz bewusst die eigenen Planungen, Lebensumstände, Ereignisse, ... in diesem Licht ganz neu zu bewerten. So darf man immer mehr und klarer lernen, nach Gottes Plan und Weisheit zu fragen. Auch die persönliche Gewissenserforschung kann intensiver und zielgerichteter werden, wo man dem Gebot Gottes noch zu wenig Raum und Priorität gegeben hat. 

Die heilige Schrift wird hier wie eine heilige Pforte. Durch das Wort Gottes treten wir gleichsam in das neue Jahr gesegnet ein. 
Wir stellen die kommenden Tage für 2016 ganz unter den Anspruch der Offenbarung Gottes und seine Gnade, so dass jeder Tag wirklich fruchtbar werden möge für das Reich Gottes - IHM zur Ehre und uns zum Heil.

Das funktioniert (ganz ohne spezielle Regeln und einfach kreativ und frei so von uns gewählt) wie folgt:

Man nimmt die Jahreszahl 2016 und teilt diese Zahlen einfach willkürlich auf. 


Zuerst die Tausender als Orientierung für das Buch der Bibel
= 2
Dann in Kombination mit den Hundertern das Kapitel der Bibel 
= 20 
Dann die Zehner als Orientierungs-Vers 
= 1 
Dann die Einer als Leit-Vers 
= 6 
Und schlussendlich die Zehner und Einer gemeinsam für den Weisungs-Vers
= 16 
  • Das ist dann das 2. Buch der Bibel: das Buch Exodus 
  • Exodus Kapitel 20 enthält die Gebote Gottes. 
  • Der erste Vers als Orientierung (Ex 20,1) lautet: "Dann sprach Gott alle diese Worte"
  • Der Leit-Vers (Ex 20,6) für das Jahr weist uns an: "bei denen, die mich lieben und auf meine Gebote achten, erweise ich Tausenden meine Huld."
  • Der Weisungs-Vers (Ex 20,16) trägt uns auf: "Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen."

Buch Exodus 
20.16 
"Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen."
(Quelle der Bibelstelle: Einheitsübersetzung)


Betrachten wir das Jahr 2016 in diesem Licht:

Der Orientierungsvers - das Fundament: "Dann sprach Gott alle diese Worte" (Ex 20,1)

Gottes Wort - es ist nicht ein mehr oder weniger schlauer Spruch, keine menschliche Idee, kein unverbindliches Geschwafel oder bedeutungsloses Gerede! Im Buch Genesis stellt sich das Wort Gottes in seiner ganzen Schöpfermacht vor. Gott SPRICHT und es IST.
Gottes Wort in der Hl. Schrift ist vom göttlichen Geist inspiriert und durchdrungen von einer Vollmacht, die weit über das hinaus geht, was wir erahnen können.
Im Buch Jesaja 55,11 wird es wie folgt formuliert: "so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht leer zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will, und erreicht all das, wozu ich es ausgesandt habe."
Die zehn Gebote sind in Jesus vollendet und nicht aufgehoben. Sie sind noch immer gültige Weisung und Weg zur Heilung, Maß für ein gesundes Menschsein. 
Die Gebote Gottes sind weder dem Zeitgeist, noch einer Argumentations- oder Diskussionsrunde unterwerfbar.

So sehr das geschriebene und übersetzte Wort Gottes auch einer Auslegung bedarf, so sehr trifft auch die Mahnung des Hl. Petrus: "Denn niemals wurde eine Weissagung ausgesprochen, weil ein Mensch es wollte, sondern vom Heiligen Geist getrieben haben Menschen im Auftrag Gottes geredet." (2Petr 1,21)
Der Evangelist Johannes schreibt sogar, dass Jesus selbst die Heiligkeit seines Wortes betonte:
"Jesus antwortete ihm: Wenn jemand mich liebt, wird er an meinem Wort festhalten; mein Vater wird ihn lieben und wir werden zu ihm kommen und bei ihm wohnen.
Wer mich nicht liebt, hält an meinen Worten nicht fest. 
Und das Wort, das ihr hört, stammt nicht von mir, sondern vom Vater, der mich gesandt hat.
Das habe ich zu euch gesagt, während ich noch bei euch bin.
Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe." (Joh 14,23-26)

Hier wird deutlich, dass wir nicht beliebig damit umgehen dürfen, sondern dass es die Hilfe des Gottesgeistes braucht, um auch wahrhaftig die Weisheit und Wahrheit im göttlichen Wort empfangen und aufnehmen zu können. 
Das ist also die Haltung, die wir einnehmen dürfen und sollen, wenn wir uns dem Wort Gottes in der Hl. Schrift zuwenden: Ehrfurcht, Dankbarkeit, Bitte um das Wirken des Hl. Geistes


Der Leitvers - Leitung / Anleitung / Leitschnur: "bei denen, die mich lieben und auf meine Gebote achten, erweise ich Tausenden meine Huld." (Ex 20,6)

Hier finden wir eine kostbare Verheißung, die wie ein Naturgesetz gilt. 
Die Liebe zu Gott erweist sich in der Treue zu seinem Gebot. 

Diese Treue, die aus der Liebe entspringt, wird zum Segen für "Tausende" - also biblisch gesehen für unzählig viele Menschen. Wenn ein Mensch das Gebot Gottes achtet, wird dies nicht nur ihm selbst zum Segen, sondern dieser Segen breitet sich weiter aus und erfüllt sogar die Umwelt, wirkt sich weitläufig aus. So wie die Sünde auch niemals rein privat bleiben kann, sondern immer auch schädigende und destruktive Auswirkungen auf die ganze Schöpfung hat, so ist es im Gegensatz dazu mit dem gehaltenen Gebot Gottes, das Heil und Segen ausstrahlt. 
Es geht bei den Geboten nicht um "sklavische Pflichterfüllung", die man zähneknirschend eigentlich abwerfen möchte, sondern um Liebe, um Vertrauen, um eine Beziehung.  


Der besondere Weisungsvers (nicht nur) für ein ganzes Jahr: trägt uns auf: "Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen." (Ex 20,15) 

Wenn man auf der Basis der vorherigen Gedanken das Bibelmotto 2016 betrachtet, leuchtet es unter kostbaren Vorzeichen ganz neu auf.
Das Gebot wird so zu einer Verheißung, zu einem Versprechen Gottes, das uns Hoffnung schenkt. Es wird als GE-BOT erkennbar - und verliert den Schatten der Vorurteile, die darin oft nur VER-BOTE erkennen wollen.

"Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen."
Wir finden hier mindestens sieben wertvolle Aspekte, über die man nachdenken kann, um mit der Hilfe des Gottesgeistes zu tieferer Erkenntnis zu gelangen, die uns helfen will, das Erkannte dann auch zu leben.

1. Gott spricht in seinem Wort jeden Menschen persönlich an. 
Gott sagt nicht, dass "man" etwas tun oder lassen soll - so ganz unpersönlich oder unverbindlich, sondern er sagt "Du". 
2. Das Gebot Gottes enthält keine wählbare oder diskutierbare Option. Es lautet nicht "Du kannst, wenn Du es für richtig findest, wenn Du es völlig verstanden hast, wenn es in Dein momentanes Weltbild oder Deine Lebensplanung passt ..." oder "Du kannst, wenn Du magst". Es sagt ganz klar, dass etwas gefordert ist, dass es eine eindeutige Weisung gibt.
3. Das Achte Gebot verbietet mit heiliger Autorität das, was Falsch ist, um der Wahrheit Raum zu schaffen, der Wahrheit die Ehre zu geben, das Recht und die Gerechtigkeit zu manifestieren. 
4. Es geht um falsche Aussagen, die nicht erlaubt sind.
5. Es geht um den Nächsten, um die Mitmenschen.
6. Es geht um unser Verhalten.
7. Es geht um Erkenntnis und Wahrheit, Urteil und Gericht, das allein Gott zusteht. 

Was ist falsches Zeugnis / falsche Aussagen bzw. gegenüber dem Nächsten?: 
Um richtige Aussagen zu machen, braucht man zunächst ausreichende und richtige Information. 
Es gibt nichts dümmeres, als wenn jemand dreist von Dingen redet, von denen er nichts gar nichts versteht. 
Es gibt auch nichts schlimmeres, als wenn jemand sich anmaßt, mit mangelndem Wissen von etwas zu sprechen, das weitreichende Konsequenzen haben kann, wie beispielsweise eine Aussage vor Gericht, die für das Leben eines oder mehrerer Menschen entscheidende Konsequenzen haben kann - und dabei mangelnde oder gar falsche Informationen zu Grunde legt.

Bedenkt man, wie wenig man über einen anderen Menschen überhaupt wissen kann, selbst wenn man meint, ihn zu kennen, dann bekommt das Gebot Gottes ein ganz neues Gewicht. 
Wie oft hat man sich selbst schon verärgert oder verletzt gedacht, dass andere Leute keine Ahnung haben, was in einem vorgeht und sich nicht erlauben sollten, ein Urteil zu fällen. 
Gute Worte - die mit einem Mangel an Information gesprochen werden und das Gute im Anderen annehmen - führen manchmal sogar dazu, dass die Person über sich hinauswächst, weil ein Licht auf sie fällt, das sie dadurch zu suchen beginnt, um es auch wirklich zu besitzen.
Böse Worte - die aus einem Mangel an Wissen und Kenntnis über jemanden verhängt werden, haben auch eine Kraft! Eine negative, bindende Kraft, die den Anderen verletzen, ja im letzten sogar "töten" kann. Jeder kennt solche "tödlichen" Tratschereien, die einer Person das soziale Umfeld vergiften, sie so sehr vor anderen entstellen, dass man irgendwann nichts Gutes mehr finden kann. 

Worte haben immer schöpferische Kraft!
Wir sind Gott ebenbildlich geschaffen. Dazu gehört auch unsere Gabe, die in dieser Ebenbildlichkeit durch Worte Realitäten schaffen, formen und beeinflussen kann. 
Bei uns ist es zwar nicht wie das Wort Gottes in der Genesis - dass wir etwas sagen und schon IST es. Aber unsere Worte haben dennoch eine unsägliche Macht, die aufbauen oder zerstören kann. 
Wenn man einem Kind nur oft genug sagt, dass es dumm und wertlos und schlecht ist - wird das im schlimmsten Fall sein Leben ruinieren. Wenn man es dagegen ermutigt, kann man ihm helfen, alles zu überwinden. 
Das Achte Gebot mahnt uns zur Achtsamkeit im Wort!

Jesus selbst ist das fleischgewordene WORT GOTTES!
Wenn wir den Johannesprolog lesen, bekommen wir eine leise Ahnung von der Gewalt und Macht des Wortes. Das Wort ist Ursprung und Leben. Es ist Licht und Wahrheit, die würdig ist, bezeugt zu werden. 
Hier finden wir das Zeugnis, das erlaubt und geboten ist - und das im direkten Zusammenhang mit dem achten Gebot einen ganz neuen Glanz erhält. 
Hier lesen wir, welches das Zeugnis ist, das wir ablegen dürfen, was wir sprechen sollen, wovon unser Herz und unser Mund voll sein sollen: CHRISTUS JESUS und das Licht der Gnade, das im Dunkel unserer Weltnacht kaum noch erkannt wird.

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Im Anfang war es bei Gott. Alles ist durch das Wort geworden und ohne das Wort wurde nichts, was geworden ist. 
In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst. Es trat ein Mensch auf, der von Gott gesandt war; sein Name war Johannes. Er kam als Zeuge, um Zeugnis abzulegen für das Licht, damit alle durch ihn zum Glauben kommen. Er war nicht selbst das Licht, er sollte nur Zeugnis ablegen für das Licht. Das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet, kam in die Welt. Er war in der Welt und die Welt ist durch ihn geworden, aber die Welt erkannte ihn nicht. Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, allen, die an seinen Namen glauben,  ..." (Joh 1,1-12)

Der Evangelist spricht vom Wort des Lebens!
Das Gebot Gottes mahnt uns zu einem Verhalten, das  die Macht des Wortes im Sinn des Lebens, der Gnade, im Licht der Wahrheit ... gebraucht. Das achte Gebot Gottes will uns davor bewahren, die Macht und Kraft des Wortes tödlich zu missbrauchen und so ins Dunkel zu fallen, das überall dort ist, wo das Licht der Wahrheit verlischt!

Worte können
  • aufrichten, aufbauen, aufleuchten
  • heilen, ermutigen, erleuchten
  • tragen, leiten, führen, stützen
  • ermuntern, kräftigen, vorwärts bringen
  • motivieren, beschützen, bewahren
  • berühren, durchdringen, erneuern
  • beleuchten, erhellen, durchblicken lassen
  • vermitteln, beschenken, erweitern
  • erfüllen, ergänzen, ausschmücken
  • reinigen, erfrischen, befruchten
  • sanieren, kurieren, lindern
  • retten, aufpäppeln, ernähren
  • stärken, erlösen, befreien, loskaufen
  • bewahren, beruhigen, trösten
  • ...

Worte können aber auch
  • niederschmettern, zerstören, vernebeln
  • verletzen, verängstigen, verdunkeln
  • stürzen, fallen lassen, wegstoßen, knicken
  • deprimieren, schwächen, hemmen
  • demotivieren, durchbohren, preisgeben
  • schlagen, erdolchen, kaputt machen
  • anschwärzen, verdüstern, trüben
  • zerbrechen, bestehlen, verengen
  • rauben, zerstückeln, verschmutzen
  • verderben, verpesten, verseuchen
  • ruinieren, krank machen, schmerzen
  • verderben, niederschmettern, verhungern lassen
  • schwächen, verurteilen, binden, verkaufen
  • verraten, verzweifelt machen, verwunden
  • ...
Diese Listen lassen sich natürlich noch um viele Punkte erweitern.

Das Achte Gebot mahnt uns also zurecht zu höchster Achtsamkeit gegenüber unseren Worten und Aussagen! Es gibt ein altes Sprichwort, das in verschiedenen Ausführungen kursiert und wahrscheinlich chinesischen Ursprungs ist:
Achte auf Deine Gefühle, denn sie werden zu Gedanken. 
Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden zu Worten. 
Achte auf Deine Worte, denn sie werden zu Handlungen. 
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden zu Gewohnheiten. 
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter. 
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.


Wenn Gott uns auffordert, keine falschen Aussagen gegenüber unseren Nächsten zu tätigen, dann will er uns ganz ins Licht der Wahrheit hinein führen und alle Dunkelheit der Lüge und Falschaussagen, der Halbwahrheiten und Verfälschungen abhalten. Er will uns ins Licht der Wahrheit rufen, damit wir das Leben finden, das Leben weitergeben, das Leben pflegen und schützen und er will uns vor dem Tod bewahren, den der "Lügner von Anbeginn" - der Satan - in die Welt gebracht hat.
Es waren schwammige Worte, Halbwahrheiten, mit denen die Schlage im Paradies den Tod brachte. Es waren verdrehte Worte, verdrehte Gedanken, verdrehte Aussagen, die das Paradies verschlossen haben im Sündenfall.
Davon will Gott uns heilen, wenn er uns im Achten Gebot an das Wort der Wahrheit binden will.

JESUS selbst hat die ganze Bosheit falscher Zeugen erlebt, die ihm das Todesurteil vor dem Hohen Rat bringen sollten! Petrus verleugnete ihn und legte falsches Zeugnis ab, was er unter Tränen bereute! (vgl. Mt 26,57-75) 
Viele Schriftstellen bezeugen die Folgen von Worten, die unbedacht oder böswillig, desinformiert oder bezahlt waren. Unter den Stichworten Zeugnis, Wahrheit, reden, sprechen etc. findet man bei www.bibleserver.com sehr viele Anregungen, das Achte Gebot zu vertiefen (noch dazu in den verschiedenen Übersetzungen).

    In Ex 20.16 geht es also um den Glanz der Wahrheit und um das rechte Wort oder das angemessene Schweigen. 
    Wir sind in besonderer Weise eingeladen, uns von diesem Gebot GOTTES im Jahr der Barmherzigkeit formen und gestalten zu lassen. 
    Manchmal braucht es ein offenes Wort, ein klares Wort.

    Dabei gilt aber stets, 
    dass man stets besser MIT der betreffenden Person sprechen sollte, 
    statt ÜBER sie zu reden! 

    Das wünschen wir uns ja schließlich auch, wenn es um uns und unsere Belange geht. 
    Das gilt dementsprechend auch, wenn es um unser Sprechen über andere geht. 

    Im Brevier (im Stundengebet der katholischen Kirche) beten wir immer den Psalmvers, der uns zur Wachsamkeit ruft:
    Herr, stell eine Wache vor meinen Mund, eine Wehr vor das Tor meiner Lippen!  
    Gib, dass mein Herz sich bösen Worten nicht zuneigt, dass ich nichts tue, was schändlich ist, zusammen mit Menschen, die Unrecht tun. Von ihren Leckerbissen will ich nicht kosten. (Ps 141,3-4)

    2016 - Ex 20,16 -  Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen

    Eine kleine, sicherlich bekannte Geschichte zum Schluss als Anregung zum Nachdenken

    Aufgeregt kam ein Athener zum weisen Sokrates gelaufen und platzte heraus:
    "Sokrates, hör' mich an. Ich muss dir unbedingt erzählen, was ich gerade über einen deiner Schüler erfahren habe! Er..."
      
    "Halt' ein!" unterbrach ihn der Weise.
     "Hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?"

    "Drei Siebe?", fragte der Besucher verwundert und noch ganz atemlos.

    "Ja, guter Freund! 
    Lass' uns sehen, ob das, was du mir sagen willst, die drei Siebe passieren kann: 
    Das erste Sieb ist die Wahrheit. 
    Ist das, was du mir erzählen willst, wahr?"

    "Nein, ich hörte es erzählen und..."

    "So!? 
    Hast du es wenigstens mit dem zweiten Sieb geprüft? 
    Es ist das Sieb der Güte. 
    Ist das, was du mir erzählen willst, denn gut, wenn es schon nicht als wahr erwiesen ist?"

    Zögernd sagte der Andere:
    "Gut? Nein, eher im Gegenteil..."

    "Ah! Nun dann lass' uns doch zumindest durch das dritte Sieb noch prüfen, ob es notwendig ist, dass Du mir berichtest, was Dich so sehr erhitzt.
    Ist das, was du mir erzählen willst, von Nutzen? 
    Birgt es die Gabe eine Not zu wenden?",

    "Nützlich? Notwendend? Na ja, das gerade nicht..."

    "Nun denn", lächelte Sokrates,
    "wenn das, was Du mir erzählen willst, weder erwiesen wahr noch gut noch notwendig ist, 
    so lass es begraben sein und belaste dich, die anderen und mich nicht damit."



    Das Licht der Himmels strahlt in der Wahrheit!

    Das Jahr 2016 lädt uns ein, 
    die unendliche Liebe und die Wahrheit GOTTES zu betrachten.
    Nicht falsch aussagen - bedeutet, dass wir Mut zur Wahrheit beweisen und zur rechten Zeit auch zurückhaltend sind mit unseren Aussagen und Urteilen. 


    Ex 20,16 - das 8. Gebot Gottes 
    will als Jahresmotto für 2016 vertieft werden.  

    Es wird kritisiert und gemaßregelt, gejammert und lamentiert. Wie kostbar klingt dagegen das einfache und leuchtende Gebot des HERRN, DER weiß, wo die Krankheit des Herzens in der Sünde den Menschen knechtet - und DER uns das Heilmittel in SEINER Offenbarung im Wort der Hl. Schrift anvertrauen will. 

    Das Jahr 2016
    im Jahr der Barmherzigkeit
    bietet uns das Wort Gottes
    Heil und Erneuerung, wenn es uns sagt:

    "Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen."

    Ein JAHR also - ganz im Licht der Wahrheit

    Herr, stell eine Wache vor meinen Mund, eine Wehr vor das Tor meiner Lippen!  
    Gib, dass mein Herz sich bösen Worten nicht zuneigt
    (Ps 141,3-4a)

    Ein gesegnetes Jahr 2016 
    im Licht des Wortes GOTTES 
    wünschen
    M. Voss und D. Knopf

    HIER geht es zum Jahresmotto 2015: Jahr der Wahrheit über den rechten Anspruch von Eigentum und Besitz
    HIER geht es zum Jahresmotto 2014: Jahr der Heiligung von Ehe und Taufbund
    HIER geht es zum Jahresmotto 2013: Jahr des Lebens


    HIER kann man für das Neue Jahr einen Jahresbegleiter, einen "Jahresheiligen" online losen. 
    Es ist ein schöner Brauch, sich im Neuen Jahr von einem Heiligen inspirieren zu lassen und sich seiner Fübitte anzuvertrauen.



    Und HIER gibt es die Möglichkeit online eine Stelle aus der Heiligen Schrift zu ziehen, die z.B. ins Neue Jahr begleiten kann - als Wegweisung, als ein Trost, als Ermutigung, Ermahnung ... 


    Selbstverständlich ist das alles nicht im Sinne eines "Orakels" zu missbrauchen! Diese Angebote dürfen wir in der Freiheit und Dankbarkeit der Kinder GOTTES nutzen, die sich immer von GOTTES Wort und Güte beschenkt wissen und die jede Gelegenheit des Segens und der Gnade dankbar annehmen können. 






    Gedanken zum Jahreswechsel findet man HIER.
    Wir rutschen nämlich auch nicht einfach so ins neue Jahr, sondern wir 
    gehen sicher an GOTTES Hand.

    Es wäre doch schade, nur einen "guten Rutsch" zu wünschen, wo wir Segen schenken dürfen. Wir müssen uns ja nicht an der Welt orientieren, oder an allgemeinen Sprüchen, die wir genauso allgemein und nichtssagend beantworten.
    "Stattdessen segnet; denn ihr seid dazu berufen, Segen zu erlangen." (1Petr 3,9)